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Als Reaktion auf die Natur als unberechenbare Größe und verlassener Rückzugsraum entstehen lyrische Zeichensetzungen. Rätselhafte Embleme, Linienkürzel und archaische Dinggebilde meiden feste Gegenständlichkeit, was das Zusammenspiel der Farben und Formen in Richtung offene Assoziationen lenkt. Zwischen äußerem Anlass und der eigenen inneren Erfahrung strebt Sabine Fiedler die Loslösung von der sichtbaren Welt an. Im gleichen Maß, wie sie die Dinge auf einfache Formen der Landschafts- oder Stilllebendarstellung reduziert, verleiht sie dem Expressiven in der Darstellung eine gewisse Verhaltenheit. Meist greift sie in ihrem malerischen und druckgrafischen Werk auf die Dichte von zuvor gemachten Erlebnissen zurück, auf Erinnerungen und Emotionen, die beim Malvorgang in der Abgeschiedenheit wiederkehren und für die Sehnsucht nach kosmischer Harmonie stehen. Fern den Zwängen naturalistischen Abbildens lässt sie das spontan Wiedererstandene in die Rhythmik freier Formen münden. Ob in kräftigen Farben schimmernder Acrylmalerei, ob in Übermalungen von Druckstöcken aus Styropor, Ritzungen oder Mehrfachdrucken - das Prozesshafte ihrer Form- und Farbkompositionen weist immer eine lebhafte Strukturierung der Flächen sowie eine leidenschaftliche Farbbehandlung auf.

Herbert Schirmer, Kunst und Kommunikation, Lieberose